Unsere Abschlussfahrt nach Mayen (10. bis 12. März 2010)
Es war ein aufregender Moment, als sich Mittwochmorgens alle Kinder der vierten Klassen mit Gepäck und Rücksack an der Grundschule Oberwinter vor den Bussen einfanden. Wir mussten noch etwas warten, aber dann ging es endlich los! Wir verabschiedeten uns und stiegen in die Busse. Beim Losfahren winkten manche von uns mit Taschentüchern. Die Fahrt schien kein Ende nehmen zu wollen, aber als Zeitvertreib konnten wir ja singen.
Nach einer guten Stunde kamen wir in Mayen an. Den letzten Aufstieg zur Jugendherberge mussten wir noch zu Fuß bewältigen. Dort angekommen, bekam jede Klasse ihren eigenen Gruppenraum zugewiesen. Unser Gepäck konnten wir erst einmal dort stehen lassen, denn wir wollten noch die Stadt erkunden. Alle drei Klassen (4 a, b und c) entdeckten die Stadt mit einer Stadt-Rallye, die uns sehr viel Spaß gemacht hat. Als wir wieder in die Jugendherberge zurückgekommen waren, bekamen alle ihre Schlafzimmern. Wer mit wem in einem Zimmer sein würde, hatten wir schon vorher ausgemacht. In jeder Gruppe wurde noch ein Schlüsselkind ausgewählt, das das Zimmer auf- und zuschließen sollte. Anschließend versammelten wir uns zum Mittagessen im Speisesaal. Es gab Pizza, die sehr lecker war. Zu Trinken gab es Tee und Wasser. So gestärkt, konnten wir uns auf den nächsten Ausflug vorbereiten. Dieser ging ins Schieferbergwerk-Museum in Mayen. Das Museum liegt genau unter der Genovevaburg. Dazu musste man von der Jugendherberge quer durch die Stadt laufen. Im Museum hörten wir zunächst in einer Art Aula einen Vortrag über den Schieferbergbau, dann wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Nacheinander wurden wir dann in einen Tunnel geführt, in dem es steil abwärts ging. Die Treppe wurde durch verschiedene Lichter erhellt, und an den Wänden standen verschiedene Elemente und Epochen aufgeschrieben. Unten im Bergwerk angekommen, wurden uns Helme angeboten. Nach der Führung durch das alte Schiefergestein und Vorträgen über die Entstehung und Weiterentwicklung des Bergwerks gelangten wir zu einer Lore. Hier konnten jeweils 6 Personen einsteigen. Mit einer 3D-Animation auf einem Bildschirm hatte man das Gefühl, wirklich durch das Bergwerk zu fahren. Zum Schluss wurden wir noch zu einem alten Bunker geführt, wo uns ein kurzer Film über die Bombardierung Mayens im Krieg gezeigt wurde.
Nach diesem ausführlichen Museumsbesuch gingen wir wieder zurück in die Jugendherberge, um dort ein leckeres Abendessen einzunehmen.
Nach dem Essen hatten wir noch etwas Zeit, um uns auf unsere Zimmer zurückzuziehen. Dann war der Aufbruch zur Nachwanderung. Wir versammelten uns alle vor der Jugendherberge und wurden dort von einem Führer empfangen. Zunächst ging es einen leicht ansteigenden Berg hinauf, der in einen Wald führte. Der Wald wurde immer dichter, und es wurde immer dunkler. Nach einiger Zeit kamen wir an einer Holzhütte an, wo uns Leuchtstäbe ausgehändigt wurden. Nun ging es bergab, bis wir ein rotes Auto erreichten. Dort erwartete uns Tee und Süßes. Müde und fröhlich machten wir uns auf den Rückweg zur Jugendherberge. Dort schliefen die meisten direkt ein.
Der zweite Tag unserer Klassenfahrt fing mit einem leckeren Frühstück an. Wir packten uns Lunchpakete und brachen zur Burg Olbrück auf. Vom dortigen Busparkplatz aus gingen wir den Weg zur Burg hoch zu Fuß. Hinter dem Burgtor erreichten wir einen Spielplatz, was wir für eine kleine Verschnaufpause nutzten. Jetzt wurden wir klassenweise von einem Ritter abgeholt, der mit uns das Bogenschießen übte. Sobald wir damit fertig waren, folgte ein geführter Rundgang durch die Burg Olbrück. Am besten ist der weiße weithin sichtbare Wohnturm erhalten, während die restlichen Mauern alle schon sehr zerfallen aussehen. An diesem lernten wir eine Menge über das mittelalterliche Leben kennen. Mit diesem neuen Wissen kehrten wir zur Jugendherberge nach Mayen zurück. Da war es schon Nachmittag und uns blieb ein wenig Zeit für freies Spielen vor dem Abendessen. Diesmal gab Kartoffel und Fleisch, und alle langten hungrig zu.
Nach dem Abendbrot freuten wir uns auf die Kinderdisko. Es gab viel laute Musik, Tanz, Getränke und Süßigkeiten. Wem dies nicht gefiel, der konnte sich an anderen Spielen oder mit den Automaten vergnügen. .
Am nächsten Morgen hieß es schon Abschied nehmen. Wir frühstückten ein letztes Mal in der netten Jugendherberge und mussten dann schon unsere Koffer packen. Einige kauften sie noch ein kleines Andenken im Jugendherbergs-Shop. Dann bestiegen wir die Busse für die Rückfahrt, die mir viel kürzer als Hinfahrt vorkam. An der Grundschule in Oberwinter angekommen, warteten schon unsere Eltern, denen wir viel zu erzählen hatten.